Große Bühne für United-Star: Mariska Beijer bei der Ehrung zur Weltsportlerin des Jahres in der Wall Street (New York). Foto: Rachel Gross/instagram

 

Hannover/New York. Das vergangene Sportjahr war für mich wirklich erfolgreich: Ich bin mit meiner Nationalmannschaft 2018 Welt- und 2019 Europameisterin geworden und wurde in beiden Turnieren auch noch zur besten Spielerin gewählt. Das war schon eine sehr große Ehre. Aber was ich jetzt erlebt habe, war wirklich überwältigend. Die Jury der „Women’s Sports Foundation“ hat mich im Juli für die Wahl zur Weltsportlerin des Jahres nominiert – ich, eine der besten zehn Mannschaftssportlerinnen der Welt. Der Welt. Wahnsinn.

Der Höhepunkt vor wenigen Wochen: zwei Tage New York. Die Reise: unbeschreiblich. 3.40 Uhr. Hannover. Abfahrt mit dem Zug. Frankfurt – Moskau – New York. Ab ins Taxi, schnell zum Hotel in der Wall Street. Reisezeit: etwa 21 Stunden. Im Hotel hat mich kurz nach Mitternacht meine Mitbewohnerin für zwei Nächte, die zweimalige Rollstuhlbasketball-Olympiasiegerin und Autorin Patty Cisneros Prevo, empfangen. Ich, in den gleichen Räumen mit diesem großen Vorbild für Menschen mit Behinderungen.

Die nächsten 24 Stunden waren unfassbar. 5.30 Uhr war ich wieder wach. 6.30 Uhr Frühstück in Manhattan. 8.30 Uhr Joga. Dann eine Proberunde am Veranstaltungsort für die Ehrungen: Dies ist erlaubt, das nicht, hier der genaue Ablaufplan – Wahnsinn, wie professionell das alles organisiert war. Und zwischendurch habe ich immer wieder die Top-Sportlerinnen der Welt getroffen.

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Der Abend war dann einfach wunderbar: Die Ehrung, das Essen, die neuen Bekanntschaften an meinem Tisch. Tolle Menschen, tolle Gesellschaft, eine großartige Party – und wirklich starke Frauen. Um Mitternacht war für mich Schluss – der Jetlag, die Eindrücke, der Schlafmangel. Naja, man ahnt es. Lange geschlafen habe ich am nächsten Morgen nicht. Dafür hatte ich genug Zeit, um eine tolle Sight-Seeing-Tour durch New York zu machen. 

Mittags ging es zurück nach Hannover und dort direkt zum Abschlusstraining von Hannover United vor dem wichtigen Spiel bei meinem Ex-Klub Doneck Dolphins Trier. Ja, Hannover United – ein großes Dankeschön, dass ihr – Trainer und Mannschaft – es mir ermöglicht habt, diese Reise zu machen. Das ist nicht selbstverständlich mitten in der Saison und wenn du von vier Spielen drei verloren hast und für das wichtige fünfte Spiel trainierst. Danke an die Sponsoren, die mir diese Traumreise finanziell erfüllt haben. Und an meine Mitspielerinnen in der niederländischen Nationalmannschaft, dass sie mich bei den Turnieren immer gut aussehen lassen und mich immer in die Positionen bringen, viele Körbe zu werfen. Danke.

Sportlerin des Jahres 2019 in der Kategorie Mannschaftssport: Megan Rapinoe (USA, Fußball)
Sportlerin des Jahres 2019 in der Kategorie Individualsport: Claressa Shields (USA, Boxen)

 

Das ist die "Women's Sports Foundation"

Die "Woman’s Sports Foundation" wurde 1980 von der us-amerikanischen Tennisspielerin Billie Jean King gegründet und engagiert sich seitdem für die Gleichstellung von Frauen im Sport. Frühere Gewinnerinnen der Kategorie sind die Fußballerinnen Mia Hamm, Alex Morgan und Abby Wambach, die dreimaligen Olympiasiegerinnen Misty May-Treanor und Kerri Walsh sowie die Tennis-Schwestern Venus und Serena Williams.

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