RBBL1: United stolpert in Nordderby, Wurfquote kostet Punkte

Geschrieben von Philipp Schaper
Foto: Michael Schwartz/MSSP Sportphoto
Setzt sich durch: United-Center Joe Bestwick zielt unter dem Hamburger Korb genau.

Hannover United muss in der 1. Rollstuhlbasketball-Bundesliga (RBBL1) einen Rückschlag hinnehmen. Das Team von Spielertrainer Martin Kluck verlor Donnerstagabend bei den BG Baskets Hamburg 62:66. Die letzten Sekunden entscheiden das Spiel.

Hannover. Hannover United hat nach zuvor fünf Pflichtspielsiegen in Folge am Donnerstagabend eine Niederlage hinnehmen müssen. Bei den BG Baskets Hamburg verloren die Füchse am Ende knapp mit 62:66. Topscorer war der Brite Joe Bestwick, der mit 35 Punkten und 12 Rebounds ein „Double-Double“ auflegte. 

Vor rund 30 mitgereisten Fans aus Hannover startete United gut in die Partie und konnte das erste Viertel mit 11:10 für sich entscheiden. Doch bereits in der ersten Halbzeit gelang es den Gästen nicht mehr, die sich bietenden Wurfoptionen von außen zu nutzen und den Vorsprung auszubauen. Lediglich das Centerduo Joe Bestwick und Christopher Lübrecht wiesen an diesem Abend gute Wurfquoten vor. So ging es mit einem knappen 28:30-Rückstand in die Kabine. 

In der zweiten Halbzeit drückte dann Baskets-Spielmacher Ali Ahmadi dem Spiel seinen Stempel auf. Der Iraner erzielte 25 Punkte und avancierte zum Topscorer seiner Mannschaft. Ahmadi war es auch, der in der 35. Minute das 59:50 für die Gastgeber markierte und für die vermeintliche Vorentscheidung sorgte. Doch die Füchse ließen sich nicht abschütteln und so fand insbesondere Jan Sadler in den Schlussminuten sein Händchen. Sechs Punkte markierte der Nationalspieler in dieser Phase und brachte sein Team 57 Sekunden vor dem Ende beim 59:61 wieder auf Schlagdistanz. 24 Sekunden vor der Schlusssirene verkürzte Bestwick per Freiwurf auf 62:64, holte sich dann aber sein fünftes Foul ab. Von den zwei Freiwürfen verwandelte Ahmadi nur einen (62:65), doch Jan Hallers Dreipunktewurf sollte nicht sein Ziel finden. Vasily Kochetkov traf erneut von der Freiwurflinie zum 66:62, um den Sieg für die Hanseaten über die Ziellinie zu bringen.

Spielertrainer Martin Kluck war dennoch nicht unzufrieden mit dem Auftritt seines Teams: „Natürlich sind wir direkt nach dem Spiel enttäuscht. Wir hatten in dieser Saison noch kein Spiel, welches erst in den letzten Sekunden entschieden wurde. So werden wir auch aus den heutigen Erfahrungen lernen und in den nächsten Wochen werden wir im Training uns mit knappen Spielsituationen beschäftigen, um beim nächsten Mal bessere Entscheidungen zu treffen. Jetzt gilt es aber mit voller Konzentration die Vorbereitung auf das Spiel gegen die Roller Bulls St. Vith zu legen."

BG Baskets Hamburg: Alireza Ahmadi (25 Punkte), Vasily Kochetkov (16), Reo Fujimoto (15), Marcin Balcerowski (4), Anne Patzwald, Mitsugu Chiwaki, Asael Yona Shabo (je 2), Dirk Thalheim, Derek Hoot, Andre Bondarenko.

Hannover United: Joe Bestwick (35), Christoph Lübrecht (8), Jan Haller (7), Jan Sadler (6), Eike Gößling, Oliver Jantz, Alexander Budde (je 2), Vanessa Erskine, Martin Kluck.

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